Visual Investors Club
Von der Marke bis zur Datenpipeline.
Visual Investors Club ist eine Rechercheplattform, die Aktienberichte so aufbereitet, wie ich sie immer lesen wollte: zuverlässige Daten in klarer Struktur und modernem, aufgeräumten Design. Ich habe die Seite allein aufgebaut, von der Marke über das Design bis zur technischen Umsetzung und zu den Automatisierungen, die hunderte Berichte Woche für Woche aktuell halten.
Aktienreports dürfen auch gut aussehen.
Finanzseiten sehen fast alle gleich aus: Zahlensalat verschachtelt in Unterseiten voller Werbebanner und ohne klare Designsprache. Visual Investors Club dreht das um. Jeder Bericht beginnt mit einem Überblick, der Kennzahlen, Geschäftsmodell und aktuelle Lage eines Unternehmens auf einen Blick zeigt, und öffnet sich darunter in sechs Kapitel für alle, die tiefer einsteigen wollen.
Einsteiger bekommen Kontext über Tooltips und klare Beschriftungen, erfahrene Anleger die volle Datentiefe. Für noch mehr Übersichtlichkeit gibt es Vergleichsfunktionen und kuratierte Sammlungen: Wer wissen will, welche Firmen eigentlich am KI-Boom verdienen, findet die passende Auswahl mit zwei Klicks.
Klare Struktur trifft klares Design.
Wer gegen etablierte Finanzportale antritt, gewinnt nicht über exklusive Daten — die haben alle. Der Unterschied liegt darin, wie verständlich und nutzerfreundlich dieselben Zahlen aufbereitet sind. Also richtet sich das Produkt bewusst an Leute, die in ihren übrigen Werkzeugen längst gutes Design gewohnt sind und sich fragen, warum ausgerechnet Finanzseiten aussehen wie 2008. Entstanden ist Visual Investors Club als das Werkzeug, das ich für meine eigene Recherche haben wollte.
Gestalterisch heißt das ruhig, präzise und professionell, aber nicht austauschbar. Farbe gibt es nur dort, wo sie eine Information trägt. Eine Entscheidung mit Folgen: Wenn Farbe als Werkzeug wegfällt, muss die Hierarchie über Größe, Abstand und Typografie entstehen. In der Gestaltung ist das anspruchsvoller. Im Ergebnis trägt jede Seite dieselbe Handschrift — und dank dieser kohärenten Richtlinie sind für jede neue Seite die wichtigsten Entscheidungen schon von Beginn an getroffen.
Läuft wie eine Maschine.
Hunderte Unternehmensberichte kann niemand allein von Hand pflegen. Also läuft es wie eine Maschine: Unter der Website liegt eine Pipeline, die Finanzdaten automatisiert einsammelt, in ein festes Datenmodell überführt und in die Datenbank schreibt. Sie arbeitet nicht stumpf jede Woche alles ab, sondern prüft für jedes Datenpaket einzeln, was tatsächlich fällig ist — Kurse häufig, Bilanzdaten selten.
Für den Betrieb habe ich mir dazu eine eigene Kommandozentrale gebaut: ein gutes Dutzend Befehle für alles, was wiederkehrt — ein neues Unternehmen anlegen, Daten nachziehen, Texte erneuern, Datenqualität prüfen. Was vorher ein Nachmittag Handarbeit war, ist dadurch ein Satz im Terminal.

KI mit Leitplanken.
Die Texte im Bericht (Geschäftsmodell, aktuelle Lage, Management) entstehen KI-unterstützt, aber nicht auf gut Glück. Das System stellt zuerst ein Recherchepaket zusammen: geprüfte eigene Kennzahlen plus die relevanten offiziellen Unternehmensseiten, die es automatisch findet und nach Belastbarkeit sortiert. Erst daraus schreibt die KI einen streng festgelegten Datensatz. Dann folgt der Teil, der in den meisten KI-Projekten fehlt: Ein Prüfschritt kontrolliert Format, Aktualität, Quellenlage und eine Sperrliste an Formulierungen. Was diese Kontrolle nicht besteht, geht zurück in die Schleife statt online.
Genau dieser Aufbau — Kontext einsammeln, eng begrenzt generieren, hart validieren — ist das, was ich in Kundenprojekte mitbringe. Nicht die Textgenerierung ist die Arbeit, sondern die Leitplanken drumherum.
Wer Daten verarbeitet, trägt Verantwortung.
Zur Seite gehört alles, was ein Abo-Produkt braucht: Anmeldung, kostenlose Testphase, E-Mail-System, Zahlungsabwicklung, persönlicher Nutzerbereich und Merklisten. Weil hier sensible Daten und vielfältige Abläufe zusammenkommen, war Sicherheit von Beginn an Teil der Architektur. Die Zugriffsregeln liegen in der Datenbank selbst, nicht nur in der Oberfläche: Wer etwas nicht sehen darf, bekommt auch bei einer manipulierten Anfrage nichts zurück. Jede Eingabe wird serverseitig geprüft, Sitzungen liegen in httpOnly-Cookies statt im Browserspeicher, öffentliche Endpunkte sind gedrosselt, Zahlungs-Webhooks werden signaturgeprüft, und kein Zugangsschlüssel verlässt je den Server.
Dazu der rechtliche Rahmen, den ein deutsches Produkt ohnehin braucht, von der Datenschutzerklärung bis zum Widerrufsprozess.
Trotz der Datenkomplexität pro Seite liegen die Ladegeschwindigkeiten im Optimalbereich. Auch das war kein Korrigieren am Ende, sondern eine Weichenstellung am Anfang: Wer sich für Zurückhaltung entscheidet, lädt automatisch weniger. Adaptives Laden und gut strukturierter Code tun ihr Übriges zur Suchmaschinenoptimierung.

Genau so arbeite ich auch für Kunden.
Visual Investors Club ist mein Schaufenster dafür, wie ich arbeite, wenn alle Disziplinen zusammenkommen: Marke, Designsystem, Interface, Frontend, Datenarchitektur, Sicherheit und Automatisierung von Anfang an zusammen gedacht, ohne Übergabeverluste zwischen vier Dienstleistern. Genau diese Reihenfolge bringe ich in Kundenprojekte mit — erst die Identität, dann die Struktur, und Automatisierung überall dort, wo sie Zeit spart und Dinge ermöglicht, die sonst ganze Teams erfordert hätten.
Für mein Portfolio ist es der ehrlichste Arbeitsnachweis, den ich habe: keine Kompromisse von außen, ein breites Spektrum an Aufgaben und aktuellste KI-Werkzeuge in einem echten Anwendungsfall.











